Der Dampflok-Star, Dampflok 18 201 der DR

Dampflok 18 201

Die Dampflok 18 201

Die Dampflok 18 201 entstand durch den Umbau der drei zylindrigen Stromlinien-Tender-Lokomotive 61 002 für den Henschel-Wegmann-Zug in eine Schlepptenderlokomotive. Die BR 61 002 war nach dem Krieg beim Bw Dresden-Altstadt verblieben aber kam 1947 zum BW Berlin Schlesischer Gbf. Ein Einsatz erfolgte, wenn überhaupt, nur im Nahverkehr. Ab 1950 erhielt sie den Status einer Regierungslok für den Sonderzug des Verkehrsministers Erwin Kramer. Die Schadanfälligkeit und Unzuverlässigkeit der Lokomotive veranlasste Kramer 1954 auf ihre weiteren Dienste zu verzichten.

Die Lok kam wieder zum Bw Berlin Osb und fuhr im Schnellverkehr zwischen Berlin und Leipzig. Die BR 61 002 war die einzige Lokomotive der DR, die für eine Geschwindigkeit von 175 km/h zugelassen war. Die FVA Halle, die auch die Erprobung von Reisezugwagen für den Export befasst war, brauchte eine Lokomotiven, die Wagen im Geschwindigkeitsbereich bis 160 km/h testen konnten. So entstand der Gedanke die BR 61002 in eine Schnellfahr-Schlepptender-Lokomotive umzubauen. Die Konstruktion lag bei der Fahrzeug-Versuchsanstalt Halle, die Bauausführung beim Raw Meiningen, wo im Juni 1860 Umbau und Rekonstruktion begannen.

Der Umbau zur Dampflok 18 201

Von der BR 61 002 waren lediglich Rahmen, Kuppelradsätze und das vordere Drehgestell zu verwenden. Nun stand in Seddin noch das misslungene Experiment der VVB LOWA. Aus der BR 45 024 sollte eine Hochdrucklokomotive mit La Mont-Zwagsumlaufkessel gebaut werden, deren Lauf- und Triebwerksteile man zur Scha­dens­be­gren­zung weiter verwenden wollte.

Die neue Lokomotive bekam den Verbrennungskammerkessel vom Typ 39E, wie er für die Rekonstruktion der BR 22 verwendet wurde. Allerdings mit verlängerter Rauchkammer. Das hintere Rahmenteil wurde dem der BR 45 mit 80mm Wagenstärke nachgebaut. Die Bisselachse stammt von der H 45024, die Schleppradsatzbremse von der BR 41. Auch die beiden Außenzylinder lieferte die H 45 024, der Innenzylinder war aber eine Neukonstruktion in Schweissausführung. Die Lokomotive erhielt ein Neubaulok-Führerhaus und einen Giesel-Flachejektor. Weil die Lokomotive mit Riggenbach-Gegendruckbremse ausgerüstet war, besaß sie Kolbenschieber der Regelbauart und Oberflächenvorwärmer Bauart Knorr. Die Kesselbauten lagen unter einer gemeinsamen Verkleidung.

Die Dampflok 18 201 unternahm am 5 Mai 1961 ihre erste Abnahmefahrt und ging damit auf den Weg zum Verwiegen nach Halle. Am 26.Juni 1961 erhielt Sie von der Rbd Halle ihre Genehmigungsurkunde. Am 29. Juni 1967 bekam die Lok Ölhauptfeuerung. Sie bleib auch nach Abstellung und Rückbau auf Rostfeuerung aller ölgefeuerten Loks der DR 1981/1982 die einzige Öllok im Betriebszustand der Reichsbahn. Die Lok wird aber heute ausschließlich für Sonderfahrten angeheizt.

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